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Schwarzer Samt

Kordesii-Hybride, VEB Dresden 1969


Solch eine Rose hätte ich mir nie im Katalog ausgesucht, aber dann stand ich in der Rosenschule auf dem Feld und plötzlich meinte ich, ich solle doch auch einmal eine rote Rose haben. Mir wurde versichert, ich könne sie als Strauch- oder langsam wachsende Kletterrose verwenden. Aber erst als ich meine Nase reinhielt, war ich sicher, dass sie es sein mußte! Vorher war es nur der Name, der mich fasziniert hatte…
Sie fand einen Platz an unserem Gartenpavillon, der eigentlich nur apricot-weiß gehalten werden sollte, aber kaum stand der Container davor, hatte sie ihren Platz gefunden, und zwei weitere kamen noch dazu..
Ihren Duft verschwendet sie manchmal stoßweise in den Pavillon oder die weitere Umgebung. Sehr selten eigentlich, aber wenn, dann richtig! Das hat sie mit der neben ihr stehenden Ghislaine de Feligonde gemeinsam.
Das beste aber ist ihre Haltbarkeit: nicht selten hält eine Blüte ganze vier Wochen, und das an einer Südwand! Das soll ihr mal einer nachmachen…

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Stine

Moosrose


Diese ist eine „Züchtung“ von mir. Sie stammt aus einer meiner ersten Rosenaussaatversuche wahrscheinlich im Jahr 2006, evtl. auch noch ein Jahr früher.
Ich habe damals Hagebutten gesammelt von Moosrosen – vor allem Celina und Muscosa rubra. Beide machen Hagebutten, deshalb habe ich sie gewählt.
Diese Rose hat einige Jahre gebraucht bis sie blühte. Und auch da fand ich an ihr nichts wirklich aufsehenerregendes.
Heute jedoch (2012) ist sie für mich die aufregendste meiner eigenen Rosenzüchtungen. Warum?
Sie bildet inzwischen einen sehr dichten, alles andere als moosrosentypisch schütteren Strauch. Das war mir als erstes aufgefallen. Und dann erst nach einigen Jahren und einiger Höhe zeigte sie was in ihr steckte: sie ist die Rose mit dem stärksten und für mich schönsten Blattduft, die mir je begegnet ist! In diesem Frühjahr konnte ich bei warmem und feuchtem Wetter beim Mähen im Park mit dem Aufsitzmäher diese Rose schon mindestens 10 Meter entfernt riechen. Erschnuppern ist bei dieser Duftintensität nicht das richtige Wort.
Voll frosthart, leider keine Hagebutten, so daß sie leider nur als Vater für die Weiterzucht infrage kommt.
Ihr Laub hat etwas von Rugosa, auch ihre Bestachelung.

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Sally Holmes

Moderne Strauchrose, Moschata



Holmes 1976

Für mich, die ich moschatamäßig recht unbeleckt bin, sieht diese Rose nicht sehr nach einer typischen Moschata aus, eher ist sie eine sehr schöne blühfreudige und relativ winterharte öfterblühende Strauchrose.
Sie hat ein sehr schönes interessantes Farbspiel – apricotfarbene Knospen und weiße Blte, zunächst mit Gelbhauch, dann reinweiß. Ihre Blüten sind sehr groß für eine Moschata. An einem geeigneten geschützten Standort könnte sie auch klettern, denke ich.
Die Sally Holmes wurde 2012 zur Weltrose gekürt und hockt sozusagen in der Hall of Fame…