
Alles über Rosen


Veilchenblau ist ein einmalblühender Rambler, gezüchtet von Schmidt um 1908.
In den Katalogen wird ihre Höhe meist mit 3-4 Metern angegeben, aber bei uns ist sie inzwischen bei einer Höhe von 12 Metern angekommen. Sie hat sich den Weg aufs Scheunendach und ihren Halt dort selbst gesucht. Wir stützen sie lediglich im unteren Bereich, damit wir auch weiterhin an ihr vorbei in den Garten gehen können. Die Farbe ihrer Blüten ist äußerst wandelbar und variiert nach Jahr und Temperatur. Man kann von einem Weinrot-rosa über ein cremiges Lila bis hin zu einem dunklen Violett alles beobachten.
Wir dürften unsere Veilchenblau etwa 1997 oder 1998 gepflanzt haben und dazu kam es folgendermaßen:
unser Nachbar entdeckte in einem bunten bebilderten Gartenkatalog eine wunderbar blaue, edle Rose, mit einem wunderbaren blauen, edlen Bild.
Er kaufte sie und pflanzte sie. Und bereits im zweiten Jahr blühte sie, allerdings nicht blau und nicht sehr edel – sondern in kleine Blüten und „nur“ einmal.
Er grub sie enttäuscht aus und warf sie auf den Kompost. Nun war seine Nachbarin ihm schon bekannt als eine, die Möbel und anderen Kram vom Sperrmüll klaubt. Und trotzdem erzählte er ihr von seiner Enttäuschung und dem Teil auf dem Kompost.
Daraufhin eilte die Nachbarin hin, um zu retten was zu retten war.
Und sie pflanzte die Rose an die Scheune, wo sie fleißig wuchs und gedieh. Sie wollte immer höher hinaus und ist nun die größte Attraktion ihres Gartens geworden.
Der Nachbar aber steht nun jedes Jahr zur Blüte andächtig am Zaun und sagt: das macht sie alles nur, weil sie mich damit ärgern will und um mir zu zeigen wie toll sie doch ist.
Dass sie ihn wirklich ärgern will, wage ich zu bezweiflen. Aber mit dem zweiten Punkt, da hat er recht. Toll ist die Veilchenblau in jedem Fall!


Gallica
Fotografiert in Sangerhausen und im Rosenpark Reinhausen
Diese Rose steht im Vergleich mit den anderen hellen Gallicas. Sie hat ein wunderschönes Farbspiel und einen guten Wuchs.

Alba, Fundrose
Rosa Alba Vix Spinosa
Diese Rose ist eine spannende Entdeckung!
Die „Schöne aus Angeln“ geisterte längere Zeit bei Rosenbegeisterten, meist aus Schleswig-Holstein, herum, sowohl in den Gärten wie auch in den Gesprächen und Köpfen. Auch ich hatte schon von ihr gehört, lange bevor ich dann von Annette Riech ein wurzelechtes Exemplar bekam.
Die „Schöne aus Angeln“ wurde damals immer bezeichnet als ein „Kind der Liebe“, das regional in Angeln entstanden sein sollte.
Das Kind tat sich zunächst schwer hier in meinem Garten. Es zeigte nur ab und an in den ersten beiden Jahren eine leicht verunstaltete Blüte.
Richtig betrachten konnte ich die „Schöne“ erst im 2. oder 3. Jahr; und das auch aus einem besonderen Anlaß: eine weitere Fundrose, die ihr sehr ähnlich sah, hatte den Weg in meinen Garten gefunden, so daß ich zunächst dachte, ich hätte beide verwechselt.
Aber dem war nicht so! Denn diese zweite Rose, die ich, noch blütenlos, Hexe vom Höllental genannt hatte als Arbeitsname und die aus Nordhessen stammte, blieb nicht allein: auch aus dem MSG-Forum bekam ich über Umwege eine Fundrose von einer Forumsbekannten, die sie von ihrer Großmutter in Deutschlands mittlerem Westen hatte: „Rosa Lydia Hellfeier“.
Aber noch eine vierte Vertreterin stellte sich ein. Oder eigentlich kam sie mit ihrer Geberin, auch aus Westfalen, Crocosmia, zu Besuch in meinen Garten: „Crocosmias Großmutter“.
Von einem Kind der Liebe aus Angeln konnte nun nicht mehr die Rede sein. Und noch etwas hatte sich für mich getan: mit der Beschäftigung mit Alba-Rosen hatte sich die Überzeugung ergeben, daß es sich bei ihr um eine nicht mehr bekannte Alba-Rose handelte.
Als ich dann mal wieder in dem Buch „Rosen-Sammlung zu Wilhelmshöhe – Nach der Natur gemalt von Salomon Pinhas […] 1815″ blätterte, sprang sie plötzlich auf Tafel 62 daraus hervor: Rosa Vix Spinosa, im Kommentar heißt es dazu:
“ In den Katalogen Wilhelmshöhe ist diese Rose „mit wenig Stacheln“ aufgeführt, auch Schelhase verkauft 1808 und 1825 eine Rose unter diesem Namen.
Bei Nickels steht eine R. alba „Camellia“ alias „Alba Vix Spinosa“ mit der Blütenfarbe milchweiß, leicht gefüllt, gelbgrüne, beinah stachellose Zweige. Nach dem Bild kann es eine kaum bestachelte Alba-Rose sein.“
Leider ließ sich bisher nichts weiter zu Rosa Vix Spinosa herausfinden.
Deshalb behaupte ich hier mit Nachdruck: es handelt sich bei meinen vier wahrscheinlich identischen Fundrosen* um Rosa Alba Vix Spinosa.
Und wenn Sie anderer Ansicht sind, würde ich mich freuen, belegte Argumente dagegen zu hören ;-). Belege, die diese Theorie unterstützen, sind natürlich genauso willkommen!
Besitzerinnen dieser Rose, allen voran Frau Brumme, der ich als erste meine Theorie vortrug, kam diese etwas schiefe Rosengestalt sehr bekannt vor. Leider zeigt die Abbildung nicht das eine Merkmal, an denen man diese Rose ziemlich sicher erkannt hätte: den Blütenkelch.
Übrigens: Kassel liegt in der Mitte Deutschlands, auch Schelhase war hier beheimatet und 2 der 4 Fundorte liegen in der Nähe, das Höllental sogar vor den Toren der Stadt Kassel.
* „wahrscheinlich“ deshalb, weil ich zumindest bei der Lydia Hellfeier abweichende Blätter gesehen habe. Aber sie stand im Topf an ganz anderer Stelle. Auch hier wird der direkte Vergleich, wenn sie unter gleichen Bedingungen nebeneinander stehen, interessant!
Literatur:
Intus pallida alias Alba vix spinosa. Prächtig guten Geruch. Blkre. Weiss, in der Mitte schön rosafleischfarben, 1 2/3 Z. br. Gefüllt, gewölbt gebaut.
Dorne, nur selten an den alten Zweigen; an den Blattstielen finden sich einige kleine krumme Stacheln. Aus: Kultur, Benennung und Beschreibung der Rosen. Herausgegeben von C. Nickels. Pressburg 1836

Alba, Fundrose
Eine Fundrose aus dem thüringischen Eichsfeld. Sie entdeckte ich mal wieder beim Beratungsbesuch in einem alten Haus.
Sie kann in schönen sonnigen Jahren so wunderschön sein, daß ich einfach nur dastehen und sie anschauen und ihren Duft riechen möchte.
Auch beim Fotografieren konnte ich mich meist nicht zurückhalten…
Sie steht im Alba-Garten wurzelecht in der Gruppe „Maidens Blush“.

Rambler, Multiflora
Igoult 1924
auch Rosemary Viaud (in Sangerhausen z.B.)
Fotografiert in Sangerhausen (Bild 8 und 9) und Reinhausen.
Diese Rose, als Sämling von Veilchenblau ist das ja auch zu erwarten, gilt als eine der „blauen“ oder mauvefarbenen Rambler.
Sie ist aber auch durchaus in der Lage, fast weiß zu blühen, mit einem lila Hauch sozusagen nur. Das hat sie in 2006 und 2007 hier und auch in Sangerhausen jedenfalls getan.
Und so gefällt sie mir sogar eigentlich noch viel besser…

Moderne Strauchrose
Cowlishaw 1999
Diese Farbe mußte einfach her, dieses Mauve-violett, das zu grau verblasst! Und sie blüht so schön edel auf, in reinem Violett!
Sie ist eine Strauchrose, die langsam, aber kontinuierlich wächst. Leider hat sie hier an ihrem Standort die Tendenz, nach einer ersten Blüte lange zu pausieren, im ersten Standjahr hat sie sogar nur einmal geblüht. Ich werde sie versuchsweise ordentlich füttern, vielleicht schafft das Abhilfe.
2008:
ohja, das Düngen hat geholfen, obwohl ich es nur ein Jahr als Anschub tat. Sie ist inzwischen schön groß geworden. Am Ende des Jahres 2007 hat sie gar – inzwischen als Kletterrose aufgebunden – das Fenster im 2. Stock erreicht und hat als Abschied zum Rosenjahr noch ein riesiges Blütenbüschel ins Schlafzimmerfenster gereicht, welches sich 4 Wochen hielt. Sie kann hier auch inzwischen als dauerblühend bezeichnet werden. Sie braucht einfach eine Weile bis sie zeigt was in ihr steckt.
Ich habe diese Rose schon als Beetrose angeboten gesehen. Das geht vielleicht mit Aushungern und ständigem Schneiden.
Aber dafür ist sie viel zu schade!
Ich freue mich unbändig auf eine blaue Hauswand – ich habe schon ein paar Meter weiter eine zweite gesetzt ;-).

Purple Skyliner, öfterblühender Rambler, Cowlishaw 2002
Purple Skyliner ist eine tolle Kletterrose mit sehr ungewöhnlicher Farbe!
Sie ist nicht hundertprozentig winterhart, aber welche Rose ist das schon? 😉
Wer mag, kann schauen, ob sie in unserem Onlineshop verfügbar ist!

Ich habe ein Faible für diese dunklen Alten Strauchrosen und deshalb mußte auch sie vor ein paar Jahren her. Und da stand sie nun neben der „Centifolia a fleurs doubles Violettes“, unter einem Fliederbaum, also ein wenig gehandicapt. Aber eigentlich machte sie keinen großen Unterschied zu ihrer Nachbarin. Und ich argwöhnte, sie seien gleich.
Aber da kam ein Gartenbesuch und schnupperte und sagte: Die Orpheline duftet, die CafdViolettes aber nicht!
Tja, da hatte sie etwas gesagt… Nun meinte ich auch in Sangerhausen den Unterschied zwischen beiden erschnuppern zu können.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das nu entwickelt, wenn sie miteinander und mit vielen anderen dunklen Gallicas, Centifolien und Damaszenern im Vergleichsquartier stehen: wieviele mag es wohl geben? Wieviele der Sorten werden gleich sein?
Diese Rose ist aufgepflanzt im Vergleichsprojekt „Dunkle Alte Rosen“.

Gallica
Foulard 1841
Diese schöne Rose habe ich wurzelecht als Ausläufer aus Karben vom Rosenhang bekommen.
Sie steht im Vergleichsquartier der „gestreiften Alten Rosen“.
Ihre Streifen sind dezenter und zarter als die von Honorine de Brabant und anderen Bourbons aber auch der vieler anderer Gallicas.
Diese Rose gefällt mir bisher sehr gut.
Leider hat sie viele identische Rosen neben sich stehen unter vielen verschiedenen Namen.
Sie scheint mir bisher diejenige Rose zu sein mit den meisten Synonymen…

Gallica
Frankreich um 1846
Diese Rose habe ich als Ausläufer von Christiane Frost bekommen. Sie ist sehr ausläuferstark.
Sie ähnelt manchmal sehr der Jenny Duval, ich meine aber, daß sie zarter ist.
Aber um das herauszufinden, steht sie mit ihr und Président de Seize und weiteren im Vergleichsquartier der „dunklen Alten Rosen“.
Jedenfalls ist sie eine unkomplizierte, nette, duftende Rose.
2008:
Nein, sie unterscheidet sich doch recht deutlich von Jenny Duval und Président de Seize; vor allem fehlt ihr das starke fast zu weiß aufhellende Rosa der beiden anderen. Dafür aber kann sie sehr kräftige Purpur – und Violettöne mit roten Schlaglichtern mischen. Sie ist blühfreudiger als beide Vorgenannten.
2010:
sie ist eine Rose, die sehr häufig, unter sehr vielen unterschiedlichen Namen, unterwegs ist, wie zum Beispiel Belle de Crécy, Meteor, Gloire des Jardins, Cosimo Ridolfi etc.

Moosrose
Diese Rose habe ich mal übers Internet bei ebay ersteigert und bin mir nicht so ganz sicher, welche Rose das hier genau sein soll…
Jedenfalls ist sie sehr hübsch und hat einen starken Moosrosenduft am Moos. Und sie ist sehr fruchtbar! Jede Blüte entwickelt eine Hagebutte und sie keimen willig. Ich habe eine Meute von ca. 50 Sämlingen aus Selbstungen und bin mal gespannt auf die Sämlinge!

Merveille, das Wunder:
wer wagt schon zu sagen, wenn er tausende Rosensorten kennt und ca 1800 „Sein Eigen“ nennt: das ist die schönste Rose, die ich kenne.
Also ich wage es hiermit: das hier ist die schönste Rose, die ich kenne!
Eine Pirjo-Rautio-Züchtung aus Finnland.
Im Aufblühen hat sie eine so edle Blütenform wie es die ebenfalls ungefüllte Rhapsody in Blue auch hat, Merveille allerdings hat zu diesem Zeitpunkt das seidige und samtige Dunkelrot der schwarzroten Remontanthybriden.
Dann in der Mitte der Blütezeit fällt sie durch ihre freundlcihen strahlenden leuchtend gelben Staubgefäße auf. Und dann, gegen Ende der Blüte verblaut sie oder anders gesagt: tiefes Violett oder helles Lila kann sie da.
Ach, wär doch schon wieder Rosenblüte ;-). Denn sie duftet auch wunderbar.
Außerdem hat sie Hagebutten und auch sonst die Robustheit, Gesundheit und Härte der Gallicas.
Leider habe ich sie im Park noch nicht zu einem großen Strauch ziehen können, was aber meine Schuld ist, nicht ihre! Denn seit sie eingezogen ist, schröpfe ich sie für die Vermehrung. Leider ist sie nicht so leicht zu vermehren wie Gallicas es sonst sind.
Gegenüber ihrer Ahnin, der Violacea, der sie schon sehr ähnelt, hat sie vor allem die größeren Blüten voraus. Das verschafft ihr größere Fernwirkung. Sie ist aber auch im Ganzen „blauer“.
Pirjo Rautio hat mir berichtet, daß Merveille nicht so steif aufrecht wächst wie Violacea, sondern lasse sich gern schlingend biegen.
Ich bin weiterhin sehr gespannt auf meinen Liebling!
Sollten Sie also mal in den Park kommen, bewahren Sie sich genug Begeisterung für diese Rose auf – ich könnte es Ihnen sonst übel nehmen!

Gallica
zum Rosenvergleich: Le Rosier Eveque
Fotografiert in Sangerhausen.
Ist vermehrt für das Vergleichsprojekt „Dunkle Alte Rosen“.

Gallica, Duval 1846
zum Rosenvergleich: Jenny Duval
Hier hat sie einen sehr ungünstigen Platz und brauchte erst einmal drei Jahre, um sich ein wenig Licht zu verschaffen. Ob diese bisherigen Fotos deshalb typisch sind? Zumindest sind diese ersten Fotos typisch für eine schattig und ungünstig stehende Jenny Duval.

Alba
zum Rosenvergleich: Jeanne d´ Arc
Diese Rose entspricht nicht der häufigsten Darstellung einer gefüllten weißen Alba.
Folglich bin ich auf der Suche nach weiteren Jeanne d´Arcs. Freue mich auf und über Tauschangebote!
Diese Rose steht im Vergleichsgarten unter den Rosen der Kategorie „Gefüllte Sorten“.
HMF scheint sich sicher zu sein, daß der Züchter Parmentier ist und diese Rose vor 1842 gezogen wurde.
Andere Quellen sind sich dessen nicht so sicher.
Hippolyte steht bei mir seit langer Zeit an einer sehr ungünstigen, von Buchs, anderen Rosen und einer riesigen Rauhblattaster bedrängten Stelle und hat mich zwar erfreut, aber nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen können.
Seit sie im Vergleichsquartier der „Dunklen Alten Rosen“ steht, ist das anders: sie wurde in einer Wachstumsperiode kräftig, blühte in kräftigeren, dunkleren Farben, war wunderschön. Aber das kann nicht an verschiedener Herkunft = verschiedenen Rosen liegen, sonst ja häufig der Grund für solche Abweichungen, denn im Rosenpark steht ein Steckling der Rose aus meinem Garten.
Also ist es entweder der Standort und die Wachstumsbedingungen oder es kommt daher, daß diese Hippolyte wurzelecht ist. Warten wir noch mal ab, was die nächsten Jahre so bringen.

Centifolie, Fundrose
zum Rosenvergleich: Gestreifter Chrischan
Diese Rose ist eine Fundrose aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie stammt aus einem Wald und gefunden hat sie dort der leider verstorbene Christian Strzoda, der auch ein Mitstreiter bei DAS Rosennetzwerk war.
Diese Rose hat mich überrascht, als sie im Vergleich mit Centifolia Variegata, Chateau de Namur und Dometille Beccard, die leider alle dieselbe Rose zu sein scheinen, stand. Sie fiel auf, weil sie immer dunklere Blüten hatte. Sie hellen dann meist im Verlauf der Blüte auf, aber nachdem das Phänomen auch im zweiten Jahr sehr auffallend war, habe ich Hoffnung bekommen, daß sich hier doch noch eine zweite gestreifte Centifolie erhalten hat. Die Blüten sehen bei ihr eher so aus, als hätten sie weiße Streifen auf rosa Grund, während es bei den „Variegatas“ eher rosa Streifen auf weißem Grund sind.
Unterstützt wird das seit letztem Jahr, als ich aus Schleswig-Holstein eine Fundrose gebracht bekam, die man mir als „Variegata chlorotisch“ benannt hatte. Auffallend war auch diese erste dunklere Blüte, aber da stand sie ja noch im Topf, nicht im Vergleichsbeet. Aber nachdem meine Wahrnehmung erst einmal wachgeworden war, entdeckte ich auch wieder bewußt, was mir am Gestreiften Chrischan schon aufgefallen war: die Blätter sind heller als bei der Centifolia Variegata.

Remontanthybride
zum Rosenvergleich: Ferdinand Pichard SGH
Bei einem Besuch von Frau Brumme, der ehemaligen Leiterin des Europarosariums Sangerhausen, sagte sie mir: wie sieht denn Ihr Ferdinand Pichard aus? Der ist so dunkel.
Aber bei Bildrecherchen auch bei helpmefindroses fanden sich sowohl helle Blüten als auch dunklere. Also sollte es wohl standortabhängig sein.
Aber nun stehen sie 2 Jahre nebeneinander im Vergleich und sie unterscheiden sich doch. Diese Ferdinand Pichard aus Sangerhausen ist heller in der Blüte, höher und vor allem relativ frostfest, was bei der anderen von Weihrauch nicht der Fall ist.

Remontanthybride?
zum Rosenvergleich: Ferdinand Pichard
Diese Rose stammt von Weihrauch.
Bei einem Besuch von Frau Brumme, der ehemaligen Leiterin des Europarosariums Sangerhausen, sagte sie mir: wie sieht denn Ihr Ferdinand Pichard aus? Der ist so dunkel.
Aber bei Bildrecherchen auch bei helpmefindroses fanden sich sowohl helle Blüten als auch dunklere. Also sollte es wohl standortabhängig sein.
Aber nun stehen sie 2 Jahre nebeneinander im Vergleich und sie unterscheiden sich doch. Diese Ferdinand Pichard aus Sangerhausen ist heller in der Blüte, höher und vor allem relativ frostfest, was bei der anderen von Weihrauch nicht der Fall ist.

Alba
Dieses Exemplar stammt von Schütt.
Steht in der Gruppe „Felicté Parmentier“.

Rambler
zum Rosenvergleich: Ernst G. Dörell
Geschwind 1887
Dieser wüchsige und gesunde Rambler gehört in jeden Fall in die Geschwind-Gruppe.
2013:
Nach Mitteilung von Erich Unmuth handelt es sich bei dieser Rose um die „Mercedes“ von Geschwind.

Gallica
zum Rosenvergleich: Empress Josephine
Aus Sangerhausen, steht bei den Gallicas als Sicherheitsduplikat des Exemplars in Sangerhausen.

Gallica, Laffay 1834
zum Rosenvergleich: Duchesse de Montebello
Ich habe bisher leider unfreiwillig eine ganze Menge an Duchesse de Montebello -Pflanzen erworben. Sie ist unter mehreren Namen unterwegs. So zum Beispiel bei Schultheiß unter Maidens Blush / Small Maidens Blush. Nicht schön ist, daß nach meiner „Meldung“ dorthin nun bei der Alba-Rose Maidens Blush einfach Duchesse de Montebello als Synonym im Internetshop angegeben ist. Man bekommt dort also weiterhin eine Gallica, wenn man eine Alba bestellt und hat nun auch noch einen weiteren „neuen“ Namen für eine Alba erfunden. Finde ich etwas ärgerlich…
Aber nun zu unserer Duchesse selbst! Sie ist unkompliziert, gesund, pflegeleicht und wunderschön! und somit einfach ein Klassiker unter den alten Rosen. Eine Duchesse de Montebello ist eine Must-Have-Rose!

Gallica
Descemet vor 1815
Fotografiert in Sangerhausen, steht inzwischen (09) im Vergleichsquartier Gestreifte Alte Rosen.
Ist nicht identisch mit den ursprünglichen Beschreibungen von Cynthie.

Gallica
Savoureux
Wieder eine Rose, bei der man sich nicht getraut, den Züchternamen anzugeben, man sagte mir zu meiner den Züchter Lecomte, aber meist heißt es Savoureux. Sind unter beiden Rosen dieselben Rosen unterwegs?
Aber – wer weiß es wirklich genau zu sagen? Es war ja keiner von uns dabei als die Rose gezüchtet wurde…
Jedenfalls ist die Cora eine wunderschöne dunkle duftende Gallica, ziemlich stachelig ist sie, dem Prince Fréderic, neben dem sie im Vergleich „dunkle Alte Rosen“ steht, sehr ähnlich. Verdächtig ähnlich, würde ich sagen…

Bourbon
zum Rosenvergleich: Commandant Beaurepair
Moreau-Robert 1874
Diese Züchterangabe zu schreiben, bereitet etwas Unbehagen – gibt es doch etliche Geschichten zu dieser Rose, unter anderem, daß sie identisch ist mit Panachée d´Angers (sie stehen im Vergleichsquartier nebeneinander) oder als einmalblühende Gallica eingeführt wurde.
Man wird das sicher nicht mehr klären können.
Geklärt hat sich allerdings, daß Belle Doria, oft als einmalblühende Gallica verkauft, identisch ist mit Commandant Beaurepair.
Der Commandant Beaurepair steht aus mehreren Herkünften und in mehreren Exemplaren neben Honorine de Brabant, mit der sie den schönen dichten strauchigen Wuchs gemeinsam hat und die spitzen, schmalen, bourbontypischen Blätter.
Die Rose duftet sehr schön und remontiert nach ein, zwei Jahren des Einwachsens sehr zügig und zuverlässig!

Centifolia? Gallica? einmalblühend
zum Rosenvergleich: Centifolia a fleurs doubles violettes
Eine Rose mit geheimnisvollen Wegen, die sie zurücklegt. Verkauft wird sie zum Beispiel unter dem Namen Reine des Violettes, aber diese soll eine mehrfachblühende Remontanthybride sein. Sie steht in Sangerhausen und soll in Frankreich entstanden sein. Eine noch rätselhafte, aber sehr schöne recht hohe Rose!
2010:
Eine „typische“ Centifolie oder Gallica ist sie sicher nicht. Ich schätze sie gehört am ehesten in die Gruppe der triploiden Alten Rosen, wie zum Beispiel Cardinal de Richelieu und Duchesse de Montebello.

Gallica, Parmentier 1847
Mein geliebter Kardinal ; Gottseidank hat die Farbe nichts von seinem „blutigen“ Namensgeber, es ist ein schönes schwärzliches Braunviolett, außen an den Blütenblättern und im zeitlichen Blühverlauf vergrauend.
Er klettert bei uns in eine Eibe, bekommt auch nicht den vielfach für ihn geforderten radikalen Rückschnitt alle zwei Jahre, um seine Blühwilligkeit anzuregen. Er blüht auch hier sehr schön und ich mag seine elegant herabhängenden Blütenkugeln. Da ein starker Duft bei ihm fehlt, ist es auch ganz günstig, ihn ein wenig von Ferne zu betrachten….

Teehybride, Strauchrose, Kordes 1986
Wegen ihrer Farbe und wegen ihrer Unkompliziertheit eine meiner Lieblingsrosen, was ich aus der Katalogbeschreibung allein niemals vermutet hätte, aber – zufällig in meinen Garten geraten, hat sie mich überzeugt. Sie hat außerdem einen sehr schönen, fruchtigen Duft!

Tantau 2001, TH
Kann als kleine Strauchrose verwendet werden, langsam wachsend, bordeauxrot , fast schwarz (vor allem die Knospe), in der Mitte meist heller rot, starker Duft.
Man hört oft, sie solle mindestens halbschattig gepflanzt werden, damit die Farbe nicht leidet; bei mir steht sie vollsonnig und es bekommt ihr gut. Sie hält ihre Knospen und Blüten recht lang, aber ist auch langsam im Nachblühen.

Moderne Strauchrose, Harkness 1984
Eine kleine Strauchrose mit angedeutet kugeligen Blüten und einem dunklen schwarz-rot mit violettem Einschlag manchmal, das ich sehr mag. Sie ist büschelblütig und ihre teilweise zipfeligen Blütenblätter machen sie sehr anziehend, wie ich finde.

Pimpinellifolia-Hybride, unbekannte Herkunft, vor 1848
Ich bestellte diese Rose bei Freunden mit bei Vintage in den USA. Die wie immer wurzelecht gelieferte Rose war ganz anders als die Päppelkinder, die ich sonst von Vintage gewohnt war: ich konnte aus meiner kleinen Lieferung gleich drei Rosen machen und hatte schnell den Verdacht, dass diese Rose sehr ausbreitungsstark sein müsse. Sie ist es! Und dazu noch sehr nett anzusehen.
Ich werde sie vermehren und bin überzeugt, dass sie die ideale Hundeabwehrrose sein wird. Mal sehen, ob diese bisher in Europa wohl nicht vorhandene Rose den Kontinent erobern wird ;-).

Rugosahybride, Schaum & Van Tol 1905
Hansa ist eine sehr große, sehr zuverlässige Rose. Ich nehme es Austin sehr übel, dass er in einem Buch schreibt, Hansa sei plump, zumindest im Vergleich zu Roseraie de l´Hay. Ich finde, Hansa ist meist sehr ordentlich, nicht so flatterhaft wie Roseraie dlH, aber ihre Ausstrahlung nimmt ihr das sicherlich nicht!
Hansa hat einen wunderbaren Rugosa-Wildrosenduft, eine in der Sonne gewärmte Blüte kann durchaus einige Quadratmeter mit Duft erfüllen. Sie blüht fast ständig und wird sehr hoch, bis zu drei Metern.

Remontanthybride, Guillot 1859
Der schöne, schwarz-blutrote Sonnenkönig. Das sollte man allerdings nicht allzu wörtlich nehmen – Sonne verträgt diese samtige Blüte nicht gut. Dieses Foto stammt noch aus Sangerhausen.
Leider habe ich diese Rose noch nicht – aber ich werde sie sicherlich doch probieren eines Tages. Leider fehlen mir nicht wintersonnige, im Sommer außer Mittags sonnige und ansonsten geschützte Plätze. Da muß ich mir irgendein Raum- und Klimawunder einfallen lassen…

Moderne Strauchrose, Weihrauch
Eine sehr schöne Neuzüchtung von Jürgen Weihrauch. Sie soll recht groß werden, ich bin mal gespannt, wie die Schmetterlingsblüten auf einem großen Strauch wirken werden. Bisher ist sie krankheitsfrei.
2008
Starke Hagebuttenträgerin und macht sehr viele Kinder, habe mal eine Zufallsauswahl ausgesät.

Kleine Strauchrose, Poulsen, 1991
Schöne kleine Rose in Bodendeckermanier, leider ein wenig anders in der Farbe, als ich sie mir vorgestellt hatte, aber immer noch sehr schön!

Moosrose, Laffay 1855
Synonym Duchesse d´ Istrie, in Sangerhausen zum Beispiel, wo ich u. a. fotografiert habe.
Ich bin schon sehr gespannt, ob sie hier im Rosengarten auch so schön „bläulich“ blühen wird.

Gallica, Vibert 1839
Wird auch oft als Centifolie bezeichnet. Mir erscheint sie eher wie eine Gallica, vor allem ihre typischen Borsten und der schöne, volle Wuchs sehen mir garnicht nach einer Centifolie aus.
Auf Bildern hat sie mir eigentlich nie so recht Eindruck gemacht. Sowieso waren mehrfarbige, gestrichelte und gestreifte nicht nach meinem Sinn. (auch wenn ich inzwischen das Vergleichsprojekt für Alte Gestreifte aufgedr… naja, sagen wir daß ich davon überzeugt worden bin den Vergleich zu machen ;-).
Aber ich bekam einen Ausläufer aus Karben geschenkt – oder er lief mir da in den Weg – und als ich ihn dann leibhaftig vor mir sah, hat er mich doch angerührt.
Diese Rose hat etwas altmodisches. Er erinnert mich an alte Kinderbücher, in denen Osterhasen mit Pinseln Ostereier anmalen. Alles zu Zeiten, da kreischbunt noch nicht gefragt war.
Vielleicht gefällt es mir aber auch, weil diese Punkte so wunderschön Ton in Ton sind mit der Grundfarbe der Blüte.
Pirjo Rautio aus Finnland hat schöne Sämlinge aus der Alain Blanchard gewonnen, die ja auch eine Hagebuttenrose ist. Ich freue mich sehr darauf, einige der getüpfelten Nachkommen im Jahr 08 veredeln zu dürfen!







Bourbonrose
Geschwind 1909
Mein Zigeunerknabe ist noch nicht so alt, es ist ein Steckling, gesteckt spät im Herbst 2004.
Trotzdem ist er schon eine nette kleine Rose geworden, von der ich mir noch viel verspreche. Duft könnte noch mehr sein.
2007 hat sich der kleine Steckling dann doch zu einer ganz passablen, für eine Bourbonrose recht breiten, Rose entwickelt.
2010 war es ein etwas auseinanderfallender Strauch, dann nach einem Rückschnitt 2011 genau das, was ich mir unter einer gesunden, blühfreudigen und winterharten Strauchrose vorgestellt hatte!

Gallica
Auch diese Rose stammt aus dem Shop im Rosarium Sangerhausen. Ob diese Rose wirklich die ist, deren Namen sie trägt, ist mir noch nicht ganz klar…
Denn die ersten beiden Bilder stammen von meiner gekauften Rose, die anderen Bilder sind im Rosarium selbst gemacht.
Aber wer oder was sie auch ist, sie ist eine schöne Rose, soviel ich sehen konnte und ich werde sie sicher vermehren! Die unschöne Farbe stammt von meiner Aufnahme mit meiner Kamera, die ist der Rose nicht anzulasten!