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Perle von Weissenstein

Gallica, Schwarzkopf 1773


Die hochberühmte, die erste deutsche Züchtung!
Oft geschmäht, nach dem Motto: niemand hat je eine nicht vermatschte Blüte bei ihr gesehen.
Aber – selbst im regnerischen Blütenjahr 2007 hat sie mir schön geblüht!
Frau Brumme sagte mir dazu etwas sehr interessantes: diese Rose scheitere nicht an der Feuchtigeit, sondern an der Sonne! Das sollte man wirklich mal beobachten.
Und ich werde auch mal überprüfen, ob sich nicht doch ein falsches Exemplar eingeschlichen haben sollte.

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Mme Legras de St. Germain Mathias

Mme Legras de St. Germain Mathias

Alba ?


Diese Rose steht als wurzelechter Steckling in der Gruppe der „Noisette-Albas“ und entspricht den Rosen unter dem namen Mme Plantier, die in der Sammlung stehen.
Allein, daß diese Rose sehr leicht aus Stecklingen zu ziehen ist, läßt schon an der „Alba“ ein wenig zweifeln…
Gerade weiße Albas weigern sich beharrlich, sich über Stecklinge vermehren zu lassen.

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Rose de Resht

Portland


Die Rose de Resht gilt allgemein als „eingeführt von Frau Lindsay aus Persien um 1950“.
Das ist aber inzwischen schon öfter angezweifelt worden; auch ich habe inzwischen zwei Beweise für die Unrichtigkeit dieser Annahme.
Die eine Rose de Resht, die ich zuerst wegen der geringen Blütengröße für einen möglichen Sämling der Rose de Resht hielt (siehe unter Fundrosen die „Friedhof Spanbeck“), hat sich bei der mehrjährigen Vergleichspflanzung eindeutig als Rose de Resht erwiesen. Der Geber dieser Pflanze erinnert sich an die Rose seit vor dem 2. Weltkrieg.
In dieser Pflanzung waren noch dabei eine veredelte Rose de Resht von Kordes sowie eine veredelte unbekannter Herkunft und zwei wurzelechte Pflanzen verschiedener Herkünfte, eine davon von Christine Meile.
Eine weitere Rose des Resht, die auch verglichen wurde, stammte wieder aus dem Garten meiner Verpächterin, der 1878 nach dem Bau des Hauses angelegt worden ist. Die Rose de Resht steht seitdem dort!

Leider haben wir bisher noch keinen Hinweis, unter welchem Namen die Rose de Resht vormals unterwegs war.
Ich sammle derzeit Rosen mit dem Namen „Pergolese“, einer weiteren Portland-Rose, welche aber bisher jedes Mal eben jene „Rose de Resht“ war.
Ich nehme gern zu „Pergolese“ weitere Hinweise entgegen ;-).

Die Roses de Reshts haben hier auch unter dem Wetter gelitten, im regenreichen Jahr 2008 haben sie schon unter verschiedenem Pilzbefall gelitten, obwohl sie doch sonst immer als sehr krankheitsresistent gilt.

Im Jahr 2006 und 2007 habe ich eine sehr interessante Entdeckung an meiner Rose de Resht machen können. Sie sportete ( an der Rose von Kordes) und blühte in beiden Jahren einfach bzw. sehr leicht gefüllt.
Ich bin gespannt, denn ich habe ein Auge dieses Sports veredeln können.
An irgendetwas hat mich dieser Sport erinnert und ich überlege, ob es nicht ein Rücksport sein könnte.
Ich war ganz gespannt auf die Blüte der Portland-Rose, die ich extra für diesen Zweck anschaffte und daneben pflanzte. Aber sie ärgerte mich und hat im letzten Jahr dann nicht geblüht!
2010:
Leider konnt ich diese Erkenntnisse nicht gewinnen, denn der Sport hat sich verabschiedet, bevor ich Vergleiche dazu anstellen konnte. Trotzdem würde ich gern mal eine Genuntersuchung dazu machen lassen…

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Lagoon

Floribunda


Harkness 1973
Fotografiert in Sangerhausen.
Ich kann an dieser Rose in Sangerhausen nicht feststellen, welch ein großer Unterschied zwischen ihr und Lilac Charm sein soll. Lilac Charm ist die Mutter von Lagoon.

Und leider ist mein lila-morbid-graues Beet, in dem die anderen „blauen“ Rosen stehen übervoll und es ist kein Platz mehr für sie.

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La Perle

Rambler, Luciae


Fauque 1904
Eine Überraschung war diese Rose, sehr gesund, sehr wüchsig, sehr hübsch!
Ich frage mich wirklich, warum sie nicht viel weiter verbeitet ist und öfter angeboten wird!
Macht sich gut auf eigenen Wurzeln!

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Hackeburg

Rambler, Multiflora


Kiese 1912
Von Love in Dänemark.
Im ersten Jahr jedenfalls noch nichts Auffälliges, weder ins Positive noch ins Negative.

2009:
tja, aber im zweiten Jahr war etwas sehr, sehr auffällig: als Unterlage wurde offensichtlich ein sehr wüchsiges Multiflora-Monster benutzt. Und es hat ein ganzes Jahr gedauert, bis ich – obwohl die Blütenfülle viele Besucher fasziniert hat – zu meinem großen Schrecken entdeckte, daß von der Hackeburg fast nichts mehr übrig war. Nach dem Rückschnitt von gefühlten 3 Tonnen Multiflora blieb ein etwa 20 cm langes Stück, das anders aussah und – sich von der Unterlage weg bewurzelt hatte auf dem Boden.
Das wird jetzt erst einmal hoffnungsvoll gepäppelt.
Tja, so kann es einem gehen, wenn man eine Rose noch nicht kennt ;-).
2011:
Sie ist leider verschieden und wird wohl auch nicht wieder ersetzt.

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Nouveau Vulcain

Gallica


Frankreich um 1820
Fotografiert in Sangerhausen
Mein eigener Steckling aus Material vom Rosenhang in Karben wird wohl erst in 2008 das erste Mal blühen. Ich bin sehr gespannt!

2012: ja, schöne Rose, verläßlich und duftend und irgendwie auch besonders.

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Oeillet Flamand

Gallica


Vibert 1845

Diese Rose hat eine so wunderschöne Blüte, daß ich ständig davorstehen und sie angucken und fotografieren könnte.

Diese Rose hat einen sehr moderaten aber kräftigen Wuchs; der Habitus ist sehr voll wirkend.

Die Rose ist robust und gesund.

Warum zum Kuckuck nur ist diese Rose nicht in aller Munde und Gärten??

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Monsieur Ernest Dupré

Remontanthybride


Boutigny 1894

Ich habe sie 2007 im Sangerhausen-Shop entdeckt, nachdem ich sie im Rosarium gerade sehr bewundert hatte.
Ich bin mal gespannt, ob sie sich behaupten kann bei uns; sie steht im neuen Rosenpark am Zaun mit dem Mittagsschatten und dort kann ich sie auch mit meinen anderen roten Remontanthybriden und Teehybriden vergleichen.

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William Shakespeare 2000

Englische Rose


Austin 2000
Diese Rose habe ich in einem Baumarkt gekauft, ich muß es gestehen…
In aller Eile dran vorbeigelaufen, wie immer mal eine Nase reingesteckt und gedacht: nein, die lohnt das Kaufen nicht! – aber leider: diese lohnte!
Sie ist inzwischen eine meiner beiden besten (oder sagen wir eine der zwei annehmbaren …) Englischen Rosen.
Und ich nahm damals an, es sei die William Shakespeare, die alte, 1987 eingeführte, die noch abverkauft wurde, weil die neue kam.
Aber mir scheint diese volle Blüte und der Wuchs doch eher nach der 2000 er auszusehen…

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Xavier Olibo

Remontanthybride


Lacharme 1865
Diese Rose ist sehr schön! Die dunklen samtigen Rosenblüten rühren mich immer wieder an!
Ich habe alle schwärzlichroten Teehybriden und Remontantrosen im neuen Rosenpark an einen am Mittag schattigen Platz gesetzt. Und dort wird sich auch zeigen, welche dieser Rosen gut und robust ist und auch, ob nicht einige aus dieser Rubrik unter verschiedenen Namen reisen. Ein kleiner, recht heimlicher Vergleich sozusagen…

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Vidal Sassoon

Teehybride


McGredy 1990
Ach, eine Rose nach meinem Geschmack! Eine so wundervoll morbide Farbe und eine schöne Blütenform.
Natürlich muß es wieder eine Teehybride sein und die wachsen doch bei uns garnicht so gut… Bisher gibt es nur ein kleines Exemplar in einem Container, das noch ein schönes warmes Plätzchen sucht.
Aber ich habe 2007 trotzdem schon mal versucht, sie für mich zu vermehren, denn ich stelle mir einen Beetteil des Schoko-Kaffeebeetes mit vielen solchen Büten einfach nur gut vor…

2013:
sie wächst auch im Rosenpark seit ein paar Jahren, mußte aber trotzdem schon das dritte Mal neu gepflanzt werden, zwar recht wüchsig für eine „morbide“, aber auch leider frostanfällig.

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Yellow Moss

Moosrose


Walter 1931
Fotografiert in Sangerhausen

Diese Moosrose, überall verschrien als schwierig und anfällig, würde mich auch interessieren, die Fotos von ihr in Büchern und bei HMF sind sehr schön, finde ich. Aber wenn ich sie sehe, dann sieht sie leider immer wie auf MEINEN Bildern aus…

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Dresden Doll

Moosrose, Miniaturrose


Moore 1975
Ach, dieses kleine Röschen. Ist ja niedlich, aber soo klein, daß es hier immer kurz vor dem Exodus steht bisher. Das mag aber auch mit daran liegen, daß ich sie im Container bekam und sie in torfiger Blumenerde stand.
Ich habe mir vorgenommen, es mal mit großzügigen Gaben von organischem Dünger zu versuchen.

Es hat nichts mehr genützt – sie hat sich für immer aus dem Park verabschiedet.

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Darlows Enigma

Moschata


Soll eine Fundrose aus den USA sein.
Ich hatte sie 2006 veredelt. Und ich dachte: ach, so eine unscheinbare, kleine weiße Rose, naja, was solls, wenn der Geber meint, ich soll sie unbedingt veredeln, mach ich das.
Aber, sieh an, sie ist nicht nur liebreizend und öfterblühend bzw. dauerblühend, sie duftet auch sehr gut und stark.
Was ich bisher gesehen habe, liegt der Reiz vor allem darin, daß sie sehr zart ist im Laub und in der Blüte, aber stark im Wuchs und gesund.
Ich kann inzwischen denn das „Tamtam“ um diese Rose doch besser verstehen…

Sie blüht, sobald sie etwas älter ist, bis zum Winter und zum Laubfall der Rosen, die Hagebutten zwischen den Blüten.

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Albertine

Rambler, Kletterrose


Barbier 1921
Eine schöne wuchsfreudige Rose, wie ich festgestellt habe; sie wächst auch gut als Steckling auf eigenen Wurzeln!
Aber – sie gehört zu den böswillig stacheligen Rosen, man sollte also tunlichst einen Platz wählen, an dem man mit den Stacheln möglichst wenig „Berührungspunkte“ hat…

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Alba Meidiland

Strauchrose, Bodendecker


Meilland 1987
Diese Rose fasziniert mich! Ich glaube, ich habe sie mal namenlos in einem Baumarkt gekauft und habe sie dann in Bad Langensalza im Rosenpark, aus dem das Foto hier stammt, als Hochstamm wiedergefunden und auch in Sangerhausen steht sie als wirklich völlig bodendeckende Beetrose in einem langen Beet.
Ich habe sie in mehreren Exemplaren als kleine Kletterrose an den Zaun im Rosenpark gepflanzt, ich denke, daß sie sich dort gut macht! Sie soll dort den Hintergrund abgeben, von dem sich die dunkelroten Remontantrosen abheben sollen. Ich bin gespannt!

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Mamy Blue

Teehybride, Delbard 1984


Diese Rose kam hoffnungsfroh als wurzelnackte an im Jahre 2007, trieb dann aber nur mit einem Trieb aus und schenkte mir eine wenn auch nahezu vollkommene Blüte.
Im Frühjahr 2008 nun sieht es fast so aus, als würde sie nicht einmal mehr genug Rosenmasse machen, um mir eine Notveredelung im Sommer zu ermöglichen.
Dabei hatte sie wirklich für meine Verhältnisse einen guten, sonnigen, nicht bedrängten Platz erhalten und Pflege auch.
Vielleicht hat man mit einem robusteren Exemplar mehr von dieser Rose.

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Everblooming Moss

Moosrose, Rolf Sievers


Eine öfterblühende Moosrose, die von Rolf Sievers in Deutschland gezüchtet wurde.
Er hat sie nicht für die Einführung und Verbeitung vorgesehen, wie er mir sagte, weil sie unter Regen leide.
Er verschenkte seine Rose an einen Bekannten und war dann sehr erstaunt, diese Rose unter dem Namen Everbluming Moss bei einer Rosenschule vorzufinden.
Ihn ärgert es, weil er nicht die erhoffte Bezahlung für seine Mühen bekam und vor allem, weil er meint, daß er viel bessere zu bieten habe und diese Rose seinen Ruf schädigen könnte.
Ich kann eigentlich alle Seiten verstehen, bin aber trotzdem sehr froh, daß diese wunderschöne Züchtung von Rolf Sievers so in den Handel gelangt ist und habe mir erlaubt, für diese Darstellung den Namen etwas zu korrigieren…
Nun zur Rose selbst: sie ist eine Moosrose mit Englische-Rosen-Blüten und wirklich öfterblühend, auch in diesem Punkt gleicht sie den englischen Rosen.
Sie ist vielleicht etwas schwachwüchsig, aber das kann ich nach einem Standjahr eigentlich noch nicht wirklich beurteilen. Denn vielleicht liegt das auch an den Wühlmäusen, die es gerade auf sie abgesehen zu haben scheinen!

Nun noch eine Anregung zu den Züchtungen von Rolf Sievers: er gibt keine Rosen seiner Züchtung heraus für die nicht ein in seinen Augen gerechter Preis bezahlt wird. Der Käufer kann dann die Rose registrieren lassen und Lizenzen vergeben.
Ich habe leider nicht das Geld, seine Rosen zu kaufen, jedenfalls im Moment nicht. Wenn ein Rosenfreund, der das hier liest, überlegen sollte ein wenig Geld anzulegen, sollte er mal die Aktienpakete beiseitelegen und sich die neuen Rosen von Rolf Sievers ansehen!

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Biggis Rose

Fundrose


Eine Fundrose, die in Kreisen der Gartenforen-Rosisten inzwischen relativ verbreitet ist. Benannt wurde sie nach ihrer Finderin.
Sehr robust, sehr winterhart und leicht nachblühend – ich dachte jahrelang, sie sei einmalblühend.
Duftet sehr gut!

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Stachelmonster Vockenberg

Moosrose, Fundrose


Diese Fundrose ist wohl das stacheligste Teil in meiner Sammlung, nur einige Rugosas zeigen eine ähnliche Tendenz. Aber schon sehr früh bildet sie ihre Knospen aus, welche stark bemoost sind und sehr stark duften. Dazu sind sie wunderschön rund und relativ groß für Moosrosenknospen.
Diese Rose hat mich vier Wochen vor der Blüte fast täglich erfreut, wenn ich an ihr vorbeikam, was an manchen Tagen schon fast suchtverdächtig oft vorkam.
Im Aufblühen erinnerte sie mich sehr an eine Remontantrose, auch der Duft hat eine Remontant-ähnliche Note. Sie ist sehr wüchsig und blattgesund.

Nun wurde ich in Sangerhausen fündig: ihre Doppelgängerin steht dort unter dem Namen Catherine de Württemberg am Pavillon. Ich bin aber im Zweifel, ob sie mit den anderen Rosen dieses Namens in Deutschland identisch ist; auch scheint sie mit den alten Beschreibungen nicht übereinzustimmen.
Also ein halber Bestimmungserfolg aber ein sicherer Kandidat für die Rosenvermehrung für mich: die beste Moosrose, die mir bisher begegnet ist und so weit ich weiß, nicht im Handel!

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Rutschmann

Moosrose, Fundrose


Diese Rose wurde von ihrer Spenderin auf einem Schutthaufen am Groner Ortsrand gefunden. Sie muß wohl beim Abriß eines alten Hauses weiterhin so wacker zu „ihrem“ Haus gehalten haben, dass sie beim Ausbaggern von Fundamenten gemeinsam mit den Hausresten den Weg zur illegalen Deponie antrat.
Die Rosenretterin pflanzte sie ins öffentliche Grün, wo sie aber wiederholt von den Pflegern mit dem Rasenmäher balbiert wurde. So fand diese Rose endlich bei der Finderin im Garten, an der Terrasse, wieder in Hausnähe, ein neues „Zuhause“.
Sie ist eine sehr schöne Moosrose und sie fühlt sich auch im Rosengarten hier offensichtlich sehr wohl!

 

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Rosenpieper

Centifolie, Fundrose


Dieser Rose konnte nachweislich ein Verweilen auf einem Groner Gartengrundstück nachgewiesen werden ab etwa 1850. Der Vorfahr des heutigen Besitzers, ein zünftiger Forstmann, nannte diese Rose „die englische Rose“. Nun ist mir hier in unserer Region die Bezeichnung der Centifolien als „alte deutsche Rose“ schon untergekommen, auch die Holländer oder Niederländer reklamieren diese Art ja für sich, wie diese zu ihrem Namen kommt, ist mir noch nicht bekannt. Vielleicht wurde sie ja tatsächlich aus England importiert?

2008: letzteres erscheint unwahrscheinlich, da sie inzwischen wie fast alle anderen Fund-Centifolien aus der Region Göttingen im Verdacht steht, mit der Centifolie „Lippoldsberg“ bzw. Typ Kassel“ identisch zu sein.

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Parchen Moos

Moosrose, Fundrose


Eine Moosrose, die ich auch sehr schön finde, sie verblasst zu einem schönen hellen altrosa mit leichtem lila Hauch; mit ihrem deutlichen Knopfauge, das sie jedenfalls im ersten Jahr zeigte, unterscheidet sie sich bisher von der Centifolia muscosa, zumindest in der Version von Kordes, die auch bei mir im Garten steht.
Als ich den Ausläufer ausgrub, entdeckte ich zwei kleine Triebe mit Centifolienlaub; zuerst dachte ich an kleine Ausläufer, vielleicht mehrmals abgehackt, aber eine Grabungsaktion brachte dann doch eher den Verdacht, es mit zwei Sämlingen zu tun zu haben. Diese beiden Sämlinge stehen jetzt ebenfalls im Rosengarten, haben auch schon im ersten Jahr einen großen Schub getan. Aber meine Neugierde auf eine Blüte muß ich wohl doch noch ein weiteres Jahr ertragen…

2008: die beiden Sämlinge sehen der Mutter sehr ähnlich und ich kann auch untereinander keine Unterschiede ausmachen. Trotzdem sehen beide Rosen, beim Umpflanzen in den Rosenpark konnte ich das wieder überprüfen, wirklich nach Sämlingsrosen aus, machen auch noch keinerlei Anlauf zum Ausläufertreiben.

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Callisto

Moschata


Pemberton 1925
Sehe ich diese Bilder der schönen Callisto, werde ich wütend! Beide Bilder stammen von den Stecklingen, die ich aus Material vom Rosenhang in Karben gemacht hatte und die wunderbar und kräftig gekommen waren.
Kurze Zeit nach diesem Fototermin wollte ich meinen Augen nicht trauen, hatten doch die Wühlmäuse alle Stecklinge ratzeputz abgebissen!
Zum Glück hatte ich eine Sicherheitskopie veredelt. Aber auch dort treiben sich diese Biester herum!
Ich versuche nicht dran zu denken und zu hoffen!
Denn diese Rose hatte schon in zarter Größe einen wunderbaren Charme!

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Callis

Rambler


Ein Sämling der im Garten von Gudrun Tillmann-Budde aufgegangen war. Einer von mehreren. Sie erzählte es mir, und ich meinte sofort, sie solle sie nicht alle auf den Kompost werfen, es könne doch was Wunderschönes dabei sein!
Nun stand er zwei Jahre als „Sämling Goldfinch“ im Rosengarten am Ramblerzaun zum Bach und wuchs so vor sich hin und das relativ kräftig und gut belaubt und vieltriebig.

Und im Jahr 2007 nun blühte er.

Als ich eines Morgens wie so oft mit einer Tasse Tee und dem Fotoapparat im Morgentau meine Runde machte, sah ich diese neue unerwartete Farbe schon von weitem.
Und wie schön ist dieser Rambler! Und er duftet stark, ist ein Bienenmagnet und blüht so üppig, daß ich nur staunte.
Ich habe sofort beschlossen, ihn selber zu vermehren und Material zur Vermehrung weiterzugeben.
Ich habe nichts an dieser Pflanze gemacht, um in diesem Jahr zu testen, ob er ein pflegeleichter Rambler wird oder regelmäßig geschnitten werden möchte.
Ich vermute, daß Callis ein Kind von Ghislaine de Féligonde und Goldfinch sein könnte.
Das Bild Nr.5 gleich hier unten zeigt übrigens links Callis und rechts zum Vergleich die Mutter Goldfinch.

Sie hat sich übrigens als relativ frosthart herausgestellt.

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Belle Villageoise (Sgh)

Gallica


Vibert 1839
Die Rose dieses Namens wird oft auch als Centifolie bezeichnet und Centifolia Variegata und Dometille Beccard gelten beispielsweise als Synonyme.
Diese Rose in Sangerhausen ist allerdings wirklich eine Gallica und unterscheidet sich deutlich von der Centifolia Variegata.
Inwiefern sie sich von den gestreiften Gallicas unterscheidet, wird im Vergleichsprojekt „Gestreifte Alte Rosen“ zu untersuchen sein, für das sie im Sommer 2007 vermehrt wurde.

2013: noch immer ist nicht wirklich herauszufinden, unter welchen Namen diese Rose eigentlich zu subsumieren ist.

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Belle Sans Flatterie

Gallica


Godefroy, vor 1829
Eine meiner großen Lieblinge!
So schön, so duftend, so unkompliziert!
Ich könnte sie ständig fotografieren.
Im letzten, regnerischen Sommer 07 hatte sie mal ein wenig Probleme mit den Blüten und der Nässe, aber sie hat bei braunen Rändern haltgemacht, Blüten zermatschen zum Glück nicht bei ihr.

Nun gibt es aber die Fundrose Karen SH, die sehr ähnlich ist und da ich sie auch wurzelecht habe, konnte ich sie inzwischen als identisch mit Belle Sans Flatterie identifizieren.
Aber diese rosa Gallicas sind eine sehr ähnliche Angelegenheit und ich habe deshalb eine halbe Vergleichsanordnung gemacht, indem ich alle hellrosa Gallicas, es sind etwa 45 Stück bisher, in einem Beet zusammengepflanzt habe.

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Beau Narcisse

Gallica


Miellez 1828
Diese Rose stammt aus dem Shop in Sangerhausen, ich bin aber nicht völlig sicher, ob sie identisch ist mit der Rose, die ich in Sangerhausen fotografiert habe. Deshalb führe ich sie noch einmal extra auf.
Die Blüten dieser Rose sind sehr schön, die Farbe schon etwas besonderes. Allein – sie hat eine ganz starke Mehltauneigung, als einzige stand sie in 07, nachdem sie im Monat vorher mit ihrer schönen Farbe hervorgeleuchtet hatte, nun in der ganzen Gallica-beetreihe und leuchtete weithin weiß!
Auch von anderen Standorten wurde dieses Problem berichtet.
Was übrigens auch ganz deutlich machte, daß diese Rose nicht zu den „echten“ Gallicas gehört sondern in Richtung Bengalhybriden zu stellen sein wird.

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Andrewsii

Moosrose


vor 1807
Diese Rose barg erst einmal eine Enttäuschung, denn ich habe sie in Karben als vermeintliche Mousseux du Japon ausgegraben. Aber statt dieser völlig bemoosten gefüllten Rose zeigte sich eine ungefüllte Rose, die viel weniger Moos besitzt.
Aber, was soll ich sagen: es stellte sich heraus, daß sie allerliebst war. Und sie hat noch einen Vorteil: sie setzt leicht Hagebutten an, bietet sich also förmlich an, mit ihr mal ein paar Mooskreuzungen zu versuchen!